Mit dem Dschungel-Bus nach Brasilien
Diese Reise ist ein Anrater und eine ultieme Herausforderung für Abenteuerlustige, da dieser Bereich nicht wirklich auf Tourismus eingestellt ist.
Mit dem Kleinbus fahren wir von Paramaribo nach Nieuw Nickerie. Der meist westliche Ort von Suriname und zugleich die Grenzstadt mit Guyana. Von hier aus überqueren wir mit einer Fähre de Grenzfluss Corantijn nach Britisch-Guayana. Reisepass und Gepäckkontrolle sind hier ganz normal, da diese Route auch oft durch Schmuggler benutzt wird. Von hieraus geht die Reise weiter nach Georgetown, die Hauptstadt von Guyana.
Dort angekommen lohnt es sich um sich die traditionellen Kolonialbauten, die schmucken Moscheen und Hindutempel, welche die Strasse säumen, zu besichtigen. Einige stunden später geht die Reise zum nordwestlichem Linden weiter über Lethem, Lancaster und Ituni, wo die etwa 10 Stunden dauernde Fahrt durch den Dschungel von Guyana anfängt. Die anfangs asphaltierte Straße wurde kurz hinter Linden zur holprigen Sand- oder Schlammpiste. Die Landschaft verwandelte sich langsam von Buschwald über sekundären in ursprünglichen Regenwald.
Es ist ein tolles Gefühl so durch den Regenwald, zu reisen mit dem wissen, dass es rundum wirklich nichts anderes gibt als Bäume, wilde Tiere und die gelegentliche Checkpoints oder einige Straßenarbeiter.
Einige Stunden vor der Trennung von Dschungel und Savanne müssen wir in der Nähe von Kurukukari den Essequibo Fluss überkweren – dem größten Fluss Guyanas. Mit seinen gelben Sandbänken, schwarzen Felsen und weiß schäumenden Stromschnellen ist er ein schöner Anblick
Von hier aus geht es noch ein paar Stunden weiter durch die Savanne im Rupununi Bereich nach Lethem, der Grenzstadt Guyana und Brasilien.
Rupununi Savanne ist eine wunderschöne Graslandschaft, umgeben von tropischem Regenwald, mit kleinen Flussläufen durchzogen und übersät mit Sümpfen. Eine einzigartige Kombination von Vegetationen die viele verschiedene Tierarten herbergt.
Nach den notwendigen Formalitäten und Kontrollen der Pass und Gepäck können wir auf der Pan-American Highwayweiter nach Boa Vista. Dies ist das Ziel unserer Reise.
Boa Vista ist die Hauptstadt des Bundesstaates Roraima und zählt etwa 250.000 Einwohnern. Das ist etwa zwei Drittel der Bevölkerung der Roraima. Die Stadt wurde 1943 gegründet und ist die einzige Hauptstadt Brasiliens, die ganz über dem Äquator liegt.
Die Stadt liegt im Hochland von Guyana am Rio Branco, der größte Nebenfluss des Rio Negro.
Boa Vista war eine Stadt der Goldgräber, aber durch ein Verbot des mechanisierten Goldbergbau, kam ein Ende an das Wachstums der Stadt. Nun ist Boa Vista für viele Goldsucher eine Zwischenstation auf der Reise nach Venezuela, Guyana oder Surinam.
Rupununi Savannah
Hier finden Sie ein Gebiet von mehr als 8000 Quadratkilometer mit riesigen Rinderfarmen, Cowboys und jede Menge Tiere, die einfacher zu beobachten sind als im Dschungel. Aufenthalt auf verschiedenen Rinderfarmen ist möglich, von wo aus Sie an verschiedenen Ausflügen teilnehmen können. Aber auch helfen bei dem täglichen Betrieb auf der Farm ist möglich. Es ist anzuraten, mit einem echten vacqueiro (Cowboy), durch die schöne Landschaft zu reiten wo man zweifellos vielen Tieren begegnen wird. Es ist auch möglich, die Gran Sabana mit einem Jeep zu erkunden.
Für einen Tagesausflug nach Venezuela ist ein Besuch in Santa Elena und den Jasper Fällen sicher zu empfehlen.
Santa Elena de Uairen ist eine kleine Grenzstadt in Venezuela, zwei Autostunden entfernt von Boa Vista. Von hier sind es 20 Minuten zu den Jasper Wasserfällen, einem kleinen Wasserfall, Er ist an die 5 Meter hoch und das Wasser fällt dort auf der gesamten Breite des Flusses hinab auf den Jaspis.
Oberhalb des Wasserfalls ist das Flussbett aus dem gleichen glattem, rotem, orangenem und gelbem Halbedelstein. Hier kan man gut entspannen und sich eine Massage durch das fallende Wasser geben lassen.
In der Nähe stehen einige Rundhütten, in denen die lokalen Indios Kunsthandwerk verkaufen.
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